Aussehen

Der Australische Schäferhund ist gut proportioniert, etwas länger als hoch und von mittlerer Grösse und Knochenstärke. Die Farben seines Haarkleides haben eine grosse individuelle Variationsbreite. Er ist aufmerksam und lebhaft, geschmeidig und beweglich, kräftig und gut bemuskelt, jedoch ohne jede Schwere. Sein Haar ist mittellang und mässig grob. Er hat entweder eine kupierte oder eine natürliche Stummelrute.


Der Australian Shepherd besticht durch seinen athletischen, beweglichen Körper.
Er ist ein Hund, der normalerweise im Trab arbeitet. Diese Bewegung ist sehr ausgreifend und fliessend und ein typisches Unterscheidungsmerkmal zu anderen Rassen oder Mischlingen.

Die Rute sollte nach Standard kurz sein. Weil aber in der Schweiz keine Ruten mehr coupiert werden dürfen, sehen wir hier vor allem langrutige Hunde. Es gibt aber auch viele Australian Shepherds mit angeborenen Kurzruten.

Der Australian Shepherd hat ein pflegeleichtes, schlichtes Langhaar, das schnell trocknet und aus dem auch Schmutz schnell wieder herausfällt. Bürsten genügt als Pflege.

Die Grösse bewegt sich von 48 - 58 cm, Rüden sind grösser als Hündinnen.
Das Gewicht für Hündinnen liegt etwa bei 18-21 kg, für Rüden etwa bei 21 -27 kg

Wesen

Der Australian Shepherd - liebevoll Aussie genannt - ist temperamentvoll, voller Aktivität und für alles zu begeistern und braucht aus diesem Grund auch einen solchen Besitzer.

Als Hütehund gezüchtet, eignet er sich für alle Sparten des Hundesports.

Disziplinen mit viel Bewegung, wie z.B Sanitätshund und Agility sind ihm auf den Leib geschrieben.
Je mehr Aktivität desto besser!
Hat der Aussie zu wenig Bewegung und Beschäftigung, sucht er sie sich selber, beginnt zu streunen und alles zu jagen, was sich bewegt.

Der Aussie ist ein sehr guter Familienhund, vorausgesetzt er ist genügend gefordert und gut erzogen - ein grosser Garten allein genügt nicht!
Der Aussie will seine Familie am liebsten ständig um sich herum haben. Eine Amerikanische Züchterin rät: "Falls Sie auch in Zukunft alleine aufs WC möchten, sollten Sie sich keinen Aussie zulegen."
Der Aussie braucht diese Nähe, angebunden oder im Zwinger eingesperrt, würde er seelisch verkümmern.

Immer wieder wird gesagt, der Aussie hätte keinen Jagdtrieb mehr. Leider stimmt das nicht!
Die Fähigkeit, Kühe, Schafe und Geflügel zu treiben, ist vom Jagdtrieb abgeleitet, nur der Instinkt die "Beute" zu töten wurde ihm weggezüchtet.
Der Aussie ist aber ein sehr führiger Hund, der leicht lernt. Es ist wichtig, schon beim Welpen zu beginnen, mit Appell diesen Jagd-/Treibtrieb unter Kontrolle zu bekommen.

Viele Aussies zeigen einen starken Wachtrieb im eigenen Haus und Garten und bewachen auch Kinder, andere Hunde (vor allem Welpen), Rucksäcke beim Wandern usw. zum Teil mit viel Schärfe. Auch hier braucht es eine konsequente Erziehung, damit man den Hund unter Kontrolle halten kann.

Gangwerk

Die Gangart des Australischen Schäferhundes ist geschmeidig, leicht und frei. Er ist behende mit einem harmonischen, raumgreifenden Bewegungsablauf. Vorder- und Hinterläufe bewegen sich gerade und parallel zur mittleren Achse des Körpers. Bei zunehmender Geschwindigkeit nähern sich Vorder- und Hinterpfoten der mittleren Schwerpunktslinie des Körpers, während der Rücken fest und gerade bleibt. Der Australische Schäferhund muss flink und fähig sein, augenblicklich einen Richtungswechsel vorzunehmen oder eine andere Gangart einzuschlagen.

Herkunft

Obschon es zahlreiche Theorien über den Ursprung des Australischen Schäferhundes gibt, wissen wir heute, dass diese Rasse sich ausschliesslich in den USA entwickelt hat. Er hat den Namen Australischer Schäferhund erhalten, weil angenommen wird, dass um 1800 baskische Schafhirten bei ihrer Einwanderung von Australien nach Amerika diese Hunde mitbrachten.

Die Beliebtheit des Australischen Schäferhundes nahm nach dem zweiten Weltkrieg parallel zur schnellen Entwicklung der Western-Reiterei zu, welche durch Rodeos, Pferderennen, Kino- und Televisionsberichte allgemein bekannt und volkstümlich wurde. Seine vielfachen Begabungen und die Leichtigkeit, ihn auszubilden machten ihn zu einem nützlichen Zubehör für Ranches und Farmen in Amerika. Die Farmer in den USA sorgten für die Weiterentwicklung der Rasse und die Erhaltung seiner vorteilbringenden Eigenschaften, seiner scharfen Intelligenz, seines ausgesprochenen Herdentriebes sowie seines attraktiven Erscheinungsbildes, welches schon ursprünglich die Bewunderung aller auf sich gezogen hatte.

Obschon jeder einzelne Hund ein Unikum in Farbe und Zeichnung darstellt, zeigen alle Australischen Schäferhunde eine unübertreffbare Anhänglichkeit gegenüber ihrem Meister und seiner Familie. Seine zahlreichen guten Eigenschaften haben seine stetige Beliebtheit aufrechterhalten.

Farben

solid black  (schwarz)
solid red     (rot)
black tri      (schwarz mit cooper und weissen Abzeichen)
red tri         (rot mit cooper und weissen Abzeichen)
black bi       (schwarz mit cooper oder weissen Abzeichen)
red bi          (rot mit Cooper oder weissen Abzeichen)
bluemerle   (4-farbig in Grautönen)
redmerle     (4-farbig in Rottönen)

die vier wichtigsten Farben: